
by Kathrin Jeglejewski
Viele Menschen versuchen noch immer, Manifestation „richtig“ zu machen. Als gäbe es einen fehlenden Schritt. Eine bessere Frequenz. Ein klareres Mindset.
Und doch ist die tiefere Wahrheit viel schlichter. Und zugleich radikaler:
Dieser Satz beendet das Suchen - oder er löst Widerstand aus. Meist beides. Denn wenn das wahr ist, verliert jegliche Anstrengung ihre zentrale Rolle. Und Identität, so wie wir sie kennen, beginnt sich zu lockern.
Die meisten spirituellen Lehren sprechen noch immer den Teil in uns an, der etwas werden will. Bewusster. Geheilter. Weiter. Bereiter. Aber was, wenn der Wandel, auf den du wartest, gar nicht aus dem Werden entsteht? Was, wenn er aus dem Erkennen kommt, dass du es nie nicht warst?
Hier endet für viele das Verstehen. Und hier beginnt die Verkörperung, denn diese Erkenntnis ist nicht philosophisch und auch nicht poetisch. Und vor allem ist sie nicht bequem für die Identität, die Kontrolle sucht. Für das Ego wirkt sie destabilisierend. Denn wenn du aufhörst zu versuchen, dein Leben zu erschaffen, wird eine Frage unausweichlich:
„Wer bin ich, wenn ich nicht mehr das „Ich“ bin, das versucht?“
An diesem Punkt sagen viele: „Ich verstehe das. Aber ich fühle es nicht.“ Und dieser Satz ist ehrlich. Was du hier berührst, ist kein Mangel an Einsicht. Es ist ein Nervensystem, das gelernt hat, als jemand zu funktionieren. Jemand, der sich anstrengt. Jemand, der optimiert. Jemand, der manifestiert.
Erlauben ist nicht passiv. Es ist radikale Präsenz. Wenn du als Raum ruhst, fallen bestimmte Dinge ganz von selbst weg:
• Du hörst auf, Ergebnisse zu erzwingen
• Du hörst auf, innerlich mit dir zu verhandeln
• Du hörst auf, dich in Sicherheit zu managen
Nicht, weil du dich dazu zwingst, sondern weil niemand mehr da ist, der es braucht.
Man könnte vermuten, das macht das Leben irgendwie "kleiner". Aber das ist es nicht. Ganz im Gegenteil: Es macht das Leben wahrhaftig. Du hast auch weiterhin Wünsche und Sehnsüchte, die dich bewegen. Und auch Handlungen geschehen. Aber: Sie kommen nicht mehr aus Mangel. Sie entstehen aus Kohärenz. Und diese Kohärenz erzeugt Frieden, Ruhe und damit dann auch eine spürbare Leichtigkeit im Leben in allen Bereichen.
Die Verkörperung von „es ist bereits geschehen“ bedeutet nicht, dass du wartest. Sie bedeutet, dass du aufhörst, das zu stören, was längst in Bewegung ist.
Du lebst. Du antwortest. Du folgst dem, was lebendig ist. Nicht, um irgendwo, eines Tages anzukommen, sondern weil Leben ohnehin durch dich geschieht.
Das Bild eines Portals erklärt es sehr treffend: Ein Portal entscheidet nicht, was hindurchgeht. Es erzeugt die Bewegung nicht. Es kontrolliert den Fluss nicht. Es bleibt einfach offen. Und genau in dieser Offenheit verschieben sich doch Welten.
Wenn dich diese Worte als leises inneres Ja berühren, dann suchst du keine neue Methode. Dann erinnerst du dich gerade an dich selbst als Raum. Und diese Erinnerung braucht keine Anstrengung. Sie braucht lediglich deine Erlaubnis.
Du bist nicht der Mensch, der Realität erschafft. Du bist das Feld, in dem sie sich entfaltet. Und wenn das sanft und stetig landet, ordnet sich das Leben ohne Druck neu.
Wenn du diese Erkenntnis nicht nur verstehen, sondern verkörpern möchtest, ist Divine Creation eine Audio-Invocation, die dich genau in diesem Erinnern hält. Nicht als Übung. Nicht als Methode. Sondern als Rückkehr.
Wenn du magst, hier kannst du den Raum betreten.
Alles Liebe,
Kathrin